1 Jahr mit dem MacBook

Vor einem Jahr bin ich auf OS-X umgestiegen, und was soll ich sagen ich habe es zu keinem Zeitpunkt bereut. Klar gibt es bestimmt auch vernünftige Hardware von anderen Herstellern allerdings habe ich immer den Eindruck das das Konzept nicht ganz zu Ende gedacht ist. Ein gutes Beispiel ist der MagSafe Anschluss des MacBooks ich habe noch keinen anderen Anschluss gesehen der mich auch nur ansatzweise überzeugt hätte.

Ich bin mit Windows großgeworden, mein erster eigener Rechner, ein ausgedienter 386er meines Vaters, lief noch unter Windows 3.11, dannach folgte irgendeine Büchse mit Windows 95 die hatte ich aber nicht lange, und dann folgte auch schon Windows XP auf einem AMD Duron. Windows Vista habe ich dann einfach ausgelassen. Bis zum Beginn meines Studiums waren meine Hauptrechner immer Desktops erst zu Beginn meines Studiums musste dann doch ein Notebook her ich habe dann ein etwas teureres Acer aus dem oberen Consumer Segment gekauft und noch eine 512GB Samsung 840Pro SSD eingebaut. Die Maschine lief dann unter Windows 7 auch 2 oder 2,5 Jahre relativ problemlos, bis dann eines Tages die Hardware ihren Dienst quittiert hat, natürlich kurz nach dem Ablauf der Garantiezeit. Kurz zuvor hatte meine Freundin schon ein MacBook Air zum Geburstag bekommen und ich habe es dann natürlich auch mal bespielt und ich muss sagen das ganze Konzept hat mich überzeugt,auch wenn am Anfang vieles erstmal merkwürdig erschien, ich hatte ja bis dato noch nie etwas mit OS X zu tun. Schlussendlich habe ich mir dann ein MacBook Pro Retina 13″ zugelegt. Und bis jetzt bin ich mit dem Gerät mehr als zufrieden.

Um das direkt vorweg zu nehmen die Preise für Speicher und SSD sind unverschämt und mangels passenden SSDs für das MacBook auf dem freien Markt und festgelötetem Speicher fällt hier ein aufrüsten auch leider flach, aber zumindest beim Speicherplatz konnte ich mir behelfen ich habe mir ein Nifty MiniDrive gekauft das in den SD Karten Slot passt und bündig abschließt dazu noch eine 128GB micro SD Karte und schon hat man ein paar GB mehr. Da ich Krempel wie Videos, Fotos und den Großteil meiner Musik eh im Netzwerk liegen komme ich mit dieser Lösung ganz gut über die Runden.MacBook

Ein paar Sachen musste ich allerdings doch ändern zum einen war die Mail App von Apple für mich persönlich absolut unbenutzbar, aber als aufmerksamer Freakshow Hörer habe ich dann mal den Tipp von hukl ausprobiert und mir Postbox installiert, und was soll ich sagen ich habe mir 2 Tage später eine Lizenz gekauft für mich persönlich die beste Mail App die ich je benutzt habe. Andere Änderungen waren da installieren von HomeBrew um Zeugs wie wget zu benutzen. Ich denke aber dass man mit einem Mac ab Werk einen Rechner erwirbt den man als normaler Benutzer out of the box benutzen kann.

Das einzige was mir wirklich fehlt sind 2 Dinge, zum einen sowas wie den TrackPoint den man von den Thinkpads kennt, und zum anderen ein eingebautes LTE oder zumindest irgendein Mobilfunkmodem. Es kann doch nicht so schwer sein in ein Gerät das Pro im Namen trägt zumindest die Option anzubieten eine Simkarte in seinen Rechner stecken zu können. Ja ich weiß ich kann mir einen LTE-Stick in den Rechner stecken oder über mein Handy online gehen aber das sind alles nur Workarounds für mich. Ich würde mir gerne eine PrePaid Sim kaufen mit ein paar GB LTE Volumen und die Karte in den Rechner stecken und, wenn ich mal in der Bahn sitze, oder irgendwo bin wo es kein WLAN gibt, per LTE online gehen. Ich verstehe auch Apple an diesem Punkt nicht ich kann mir gut vorstellen dass es mehr als genug Leute gibt denen diese Möglichkeit wichtig genug wäre Geld dafür auszugeben.

An dieser Stelle passt es glaub ich auch ganz gut mal kurz meine Meinung zum MacBook loszuwerden also dem 12″ Gerät ohne Lüfter. Man was wurde sich über das Gerät lustig gemacht, nur ein Anschluss, nur 12″, eine komische Tastatur, keine Rechenleistung, das mag alles stimmen aber meiner Erfahrung nach benutzen die meisten Leute ihrern Rechner hauptsächlich zum surfen,mailen,facebooken und Youtube Videos gucken, und dafür ist das Gerät wahrscheinlich ideal. Ich persönlich würde es mir auch nicht kaufen, ich bin allerdings auch nicht die Zielgruppe, aber grob geschätzt denke ich dass das MacBook für 50% meines Bekanntenkreises mehr als ausreichend wäre.

Kurzum jeder sollte das Werkzeug benutzen mit dem er am besten klar kommt, allerdings sollte man sich auch regelmäßig mal umsehen was es außerhalb des eigenen Tellers noch so gibt und auch einfach mal ausprobieren und nicht immer nur bäh schreien.

CC BY-SA 4.0 1 Jahr mit dem MacBook von Marvin ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.

Autor: Marvin

Anfang-Mitte 20,technikbegeistert,politisch nicht völlig uninteressiert und wohl bald wieder Student.

Schreibe einen Kommentar