6 Gründe warum ein Elektroauto besser als ein Verbrenner ist

Mal von dem ganzen Umweltkrempel abgesehen sind mir in den letzten Tagen viele Gründe eingefallen warum der Ottomotor einfach keine Zukunft mehr hat im Vergleich zum Elektroantrieb. Vielen Leuten ist nicht ansatzweise klar dass der Ottomotor von seinem Konzept her einfach im Nachteil ist. Deshalb habe ich nachfolgend mal einige Punkte gesammelt.

1. Schmales Drehzahlband

Der Ottomotor hat nur ein schmales Drehzahlband dass zur Verfügung steht, zusammen mit dem Drehmoment und Leistungsverlauf besteht die Notwendigkeit das Übersetzungsverhältnis variabel anzupassen. Dafür braucht man ein Getriebe, ob das jetzt ein manuelles 6 Gang Getriebe, oder das High End 8 Gang altermegaaffengeilirgendwas-Tronic Getriebe ist spielt keine Rolle. Damit das verfluchte Auto eine Steigung hochfahren kann muss ich im Zweifelsfall das Übersetzungsverhältnis ändern, und egal wie sehr man sich bemüht diesen Vorgang zu beschleunigen er kostet Zeit. Dazu kommt noch jede Menge bewegte Teile, sehr komplexe Technik die im Zweifelsfall nicht mehr ohne weiteres repariert werden kann.

2. Warm und Kaltfahren

Einen Verbrennungsmotor direkt nach dem Kaltstart voll zu fordern ist etwas dass ich nicht empfehlen würde, selbst in den Handbüchern der Fahrzeuge steht meistens etwas in der Richtung, das Kühlwasser muss erst warm werden, das Öl braucht auch seine Zeit bis es auf Temperatur ist. Wenn man dann noch einen aktuellen Turbodiesel fährt der schon einen Zuheizer hat weil die Abwärme vom Motor nicht ausreicht um den Innenraum im Winter zu heizen, dann kann man sich vorstellen wie lange das dauert bis der Karren richtig warm ist. Turbomotoren sollte man auch nicht nach einer Vollgasorgie sofort abstellen sondern lieber noch „kaltfahren“. Bei einem Elektroauto spielt das alles keine Rolle.

3. Start & Stop

Ja ich weiß wir haben voll die guten Stop&Go Systeme in aktuellen Fahrzeugen und so weiter und so fort, mag alles sein aber wenn man sich mal etwas näher damit beschäftigt haben die Systeme teilweise gravierende Einschränkungen, z.B. arbeiten viele Stop&Go Systeme generell nur wenn der Motor seine Betriebstemperatur erreicht hat um verschleißende Kaltstarts zu vermeiden. Dann arbeitet die Klimaanlage in einer Vielzahl von Fahrzeugen nicht mehr da der Klimakompressor bei diesem Modellen indirekt über den Motor angetrieben wird. Ich saß auch schon in Autos in denen nach einer festgelegten Zeitspannen der Motor wieder gestartet ist, warum auch immer. Das alles könnte man vielleicht verbessern, oder man wechselt zu einem System wo man diese ganzen Probleme Prinzipbedingt nicht hat.

4. Schwerpunkt

Man gibt sich bei teuren Autos sehr viel Mühe den Schwerpunkt des Fahrzeugs möglichst dahin zu bringen wo man ihn haben will. Bei sehr teuren und kompromisslosen Sportwagen greift man sehr gerne zum Mittelmotor oder häufig auch zum Transaxle-Prinzip um eine möglichst neutrale Gewichtsverteilung zu haben, dann ist aber ein Allradantrieb wieder umständlich umzusetzen, man sieht also schon wenn man sich mal eine halbe Stunde mit den beiden Links beschäftigt dass man sehr viel Gehirnschmalz in eine ausgewogene Gewichtsverteilung investiert hat. Wenn man sich jetzt z.B. ein Tesla anschaut fällt einem auf das die Gewichtsverteilung eigentlich ideal ist. Die schweren Akkuzellen sitzen so tief wie möglich im Auto und bilden quasi den Unterboden, außerdem stellen sie fast 30% des Gesamtgewichts des Autos dar. Der Antrieb sitzt genau auf den Achsen und wiegt knapp 25% des Gesamtgewichts, das bedeutet ca. 50% des Fahrzeugsgewicht liegen extrem tief dadurch ist der Schwerpunkt des Wagens ideal. Klar das ist jetzt nur ein Modell aber bei einem elektrisch angetriebenen Auto ist es sehr viel einfacher eine ordentliche Gewichtsverteilung hinzubekommen als bei einem konvetionell angetriebenem Fahrzeug.

5. Drehmoment

Es ist ein weit verbreiteter Irrglaube dass ein Elektromotor in jedem Drehzahlbereich dasselbe Drehmoment aufweist, das fällt einem auf wenn man als Elektroniker mal auf die Datenblätter diverser Motoren schaut. Sieht man aber den Drehmomentlverlauf eines Model S fällt einem auf dass das Drehmoment vom Stand weg bis zu einer Geschwindigkeit von ca. 60km/h auf seinem maximalen Niveau ist. Wenn ich in meinen 2 Semestern Physik nicht völlig verschlafen habe benötigt man das maximale Drehmoment beim anfahren, Beziehungsweise generell beim beschleunigen. Wenn ich mir den Drehmomentverlauf von einem vergleichbaren Wagen ansehe fällt auf dass das Drehmoment erstens abhängig von der Drehzahl angegeben wird und die Angabe erst bei 2000 U/min beginnt, ich gehe davon aus dass das Drehmoment bei Leerlaufdrehzahl bis zu 2000 U/min wesentlich geringer ist.

6. Bremsen

Einer der Vorteile die am stärksten auffallen ist die Energierückgewinnung beim bremsen. Bei einem normalen Fahrzeug wird die Bewegungsenergie einfach in Wärme umgewandelt. Beim Elektroauto wird diese Energie wieder zurückgewonnen, natürlich nur zum Teil, aber das ist schon enorm.

Ja ich weiß ich bin ein Tesla Fanboy, aber das ist ja bei Männern und Autos eigentlich keine Seltenheit. Ich bin leider noch keinen gefahren, aber das ganze Konzept überzeugt mich. Und ich bin gespannt ob sie es mit dem Model3 schaffen einen Golfkonkurrenten um die 40k€ zu bauen. Dann wäre für mich die Entscheidung schon klar, auch wenn ich mir 2018 garantiert keinen Neuwagen für den Preis leisten kann.

 

CC BY-SA 4.0 6 Gründe warum ein Elektroauto besser als ein Verbrenner ist von Marvin ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.

Autor: Marvin

Anfang-Mitte 20,technikbegeistert,politisch nicht völlig uninteressiert und wohl bald wieder Student.

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